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statworx @ UXDX Conf 2022 

  • Expert:innen Markus Berroth
  • Datum 18. November 2022
  • Thema Recapsstatworx
  • Format Blog
  • Kategorie Life at statworx
statworx @ UXDX Conf 2022 

Im letzten Monat nahmen wir mit einer Gruppe von Projektmanagern aus unserer Abteilung AI Development an der UXDX EMEA-Konferenz in Dublin teil. UXDX steht für „User and Developer Experience“ und wir wollten mehr über Produktmanagement erfahren, insbesondere wie man die Produktentwicklung beschleunigen kann. Die Konferenz hat uns nicht enttäuscht! Sie war vollgepackt mit hervorragenden Vorträgen und nützlichen Workshops. Nach nur wenigen Tagen kehrten wir mit einer Fülle innovativer Ideen und Techniken nach Hause zurück, die wir nutzen werden, um unsere Produkte noch weiter zu verbessern.

Die Konferenz dauerte insgesamt drei Tage und war in zwei Teile gegliedert. An den ersten beiden Tagen standen Vorträge, Panels und Foren auf dem Programm. Am dritten Tag wurden mehrere interessante Workshops angeboten. Wir beschlossen, über das Wochenende zu bleiben und auch in unserer Freizeit einige Teambuilding-Aktivitäten zu unternehmen.

Zwei volle Tage mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Foren

Die ersten beiden Tage der UXDX EMEA-Konferenz konzentrierten sich auf Vorträge, Panels und Foren. Während die Vorträge meist von einzelnen Referenten gehalten wurden, die ihre Erkenntnisse zu bestimmten Themen mitteilten, setzten sich die Panels aus mehreren Experten zusammen, die diese Themen aus verschiedenen Blickwinkeln diskutierten und dabei auch das Publikum einbezogen haben. In den Foren führten die Teilnehmer:innen ein moderiertes, aber ansonsten unstrukturiertes, freies Gespräch direkt miteinander. Es standen immer mehrere Foren gleichzeitig zur Auswahl, und die Aufteilung in kleinere Diskussionsgruppen förderte die aktive Teilnahme.

Einer unserer persönlichen Highlight-Vorträge war „From Visual Design to Vision Design: Die Rolle der Produktdesigner bei der Gestaltung der Produktausrichtung“. Dieser Vortrag vermittelte uns nützliche Einsichten, insbesondere für unsere größeren Projekte, da er deutlich machte, wie wichtig es ist, sich auf eine längerfristige Vision zu konzentrieren und nicht auf die unmittelbare Umsetzung. Je größer das Projekt wird, desto mehr Einfluss hat das Produktteam auf die Gesamtausrichtung des Produkts. Daher ist es ratsam, neben den kurzfristigen Zielen von Anfang an auch über die Vision nachzudenken.

Eines der Panels, das uns wohl am meisten inspiriert hat, war „How leaders can empower their teams“. Als Entwicklungs- und Beratungsunternehmen organisieren wir unsere Projekte nach dem agilen Ansatz. Das kann einen großen Spielraum für die Projektmitglieder bedeuten, wie sie ihre Aufgaben erfüllen wollen. Wir haben gelernt, dass moderne Arbeit intrinsische Motivation erfordert, was bedeutet, dass sich auch die Rolle des (Projekt-)Leiters verändert, weg vom bloßen Abhaken von Aufgaben hin zum Empowerment von Teams bei der Produktentwicklung.

Ein sehr aufschlussreiches Forum zu Entwicklungstechniken war „Modern Development Principles“, wo wir kritisch diskutierten, ob Prinzipien wie SOLID heute noch befolgt werden sollten und welche Alternativen für moderne Software-Stacks in Frage kommen. Wir sprachen auch über einige der neuesten Erkenntnisse zu Themen wie robuste Softwaretestmethoden aus einer Vielzahl von Blickwinkeln und über verschiedene Unternehmen hinweg.

Insgesamt hatten wir an den ersten beiden Konferenztagen eine großartige Zeit und konnten viele neue Ideen, Erkenntnisse und Techniken sowohl in Bezug auf die Projektabwicklung als auch auf die Produktentwicklungsmethoden mitnehmen, die uns helfen werden, unsere Produkte und unsere Zusammenarbeit weiter zu verbessern.

Ein Tag mit Workshops

Am dritten und letzten Tag der diesjährigen UXDX EMEA-Konferenz besuchten wir mehrere Workshops mit dem übergeordneten Ziel, dass die Teilnehmer:innen praktische Erfahrungen mit neuen Tools und Techniken sammeln. Die Workshops waren auf zwei Stunden zugeschnitten und förderten die gemeinsame Arbeit in kleinen Gruppen. Die Moderatoren der Workshops, die von führenden Unternehmen der Branche wie Figma, AWS und SAP kamen, behandelten Themen, die von Designsystemen, Designschulden und der Strukturierung komplexer Probleme bis hin zur Kundenzentrierung reichten.

In dem von Rory Madden, dem Gründer von UXDX, geleiteten Workshop „Breaking down complex problems“ ging es um die Identifizierung von Problemen, deren Aufschlüsselung und deren Lösung. Eine Kernaussage des Workshops war, dass die Problemerkennung strukturiert werden kann, indem man eine User Journey aufschreibt und die verschiedenen Schritte entlang dieser User Journey aufschlüsselt. Im Bereich Data Science hilft dies beispielsweise dabei, mehr aus der Perspektive eines Endnutzers zu denken als aus der Perspektive eines Entwicklers. Die Verwendung von User Journeys kann auch dabei helfen, herauszufinden, welche Aspekte eines Produkts durch verschiedene Designentscheidungen beeinflusst werden, was zu fundierteren Entscheidungen beim Scoping einer Lösung für ein bestimmtes Problem führt. Ein weiteres wichtiges Thema, in das wir Einblick erhielten, betrifft Annahmen. Erwünschtheit, Durchführbarkeit, Machbarkeit und Nutzbarkeit sind die vier Hauptrichtungen, die es zu berücksichtigen gilt. Eine Pre-Mortem-Analyse kann auch zu zusätzlichen Erkenntnissen in Bezug auf bestehende Annahmen führen.

Im Workshop „Building customer-centric products“ von Daria Tarawneh, Head of UX bei AWS, erhielten wir einen Einblick in den Produktentwicklungsansatz bei AWS. Bei ihrem Ansatz für das Produktdesign beginnen sie „am Ende“ mit der Benutzererfahrung und arbeiten sich von dort aus bis zur technischen Implementierung vor. Ein von AWS genutztes Medium zur Sicherstellung der Kundenzentrierung, insbesondere in den frühen Phasen der Produktentwicklung, sind Pressemitteilungen. Produktmanager sollten bereits zu Beginn der Produktentwicklung an der Pressemitteilung arbeiten, da so sichergestellt wird, dass die richtigen Fragen beantwortet werden, z. B. wer genau die Endnutzer sein werden. Während des Workshops haben wir daher auch unsere eigenen Pressemitteilungen geschrieben. Diese Pressemitteilungen sind nicht unbedingt dazu gedacht, irgendwo veröffentlicht zu werden, aber sie sind so geschrieben, als ob sie es würden. Das hilft, relevante Fragen für eine bessere Produktgestaltung und -entwicklung herauszustellen.

Insgesamt haben uns die Workshops sehr gut gefallen, da sie tiefere Einblicke in Themen des Produktmanagements und der User Experience ermöglichten. Alle diskutierten Probleme wurden in kleinen Gruppen von interdisziplinären Teams aus Produktmanagern, UX-Designern und Entwicklern angegangen, was weitere Einblicke in den Umgang mit unterschiedlichen Problemstellungen bot.

Abendprogramm

Ein wichtiger Aspekt von Konferenzen ist neben Vorträgen, Foren und Workshops natürlich auch das Networking und das Kennenlernen von Mitarbeitern und Managern anderer Unternehmen. Das Organisationsteam der UXDX EMEA-Konferenz in Dublin hat dies mit Aktivitäten wie einer geführten Sightseeing-Tour, einem Stadtlauf für etwas Bewegung und einer Kneipentour hervorragend umgesetzt.

Die gesamte Gruppe beschloss, ihren Aufenthalt in Dublin auch auf das Wochenende auszudehnen, um einige unterhaltsame Teamaktivitäten zu unternehmen. Einige von uns besuchten das Guinness Storehouse, um die lokale Brautradition kennenzulernen und zu verkosten. Später traf sich die gesamte Gruppe, um das Trinity College zu besuchen und an einer Verkostung im Whiskey-Museum in der Innenstadt teilzunehmen. Wusstet ihr, dass Whiskey eigentlich „Wasser des Lebens“ bedeutet? Am Abend gingen wir in den Stadtteil Temple Bar, um etwas zu essen und ein paar Biere zu trinken – ein rundum gelungenes Erlebnis.

Mit einer Fülle von Eindrücken und Ideen nach Hause zurückgekehrt

Die diesjährige UXDX EMEA-Konferenz in Dublin war für uns alle ein absolutes Highlight. Die Vorträge, Panels, Foren und Workshops waren alle sehr aufschlussreich und informativ und wir sind mit einer Fülle von Eindrücken, Ideen und Techniken nach Hause zurückgekehrt, die wir nutzen werden, um unsere Produkte noch weiter zu verbessern. Besonders gut gefallen haben uns die Workshops über die Bedeutung von Kundenorientierung und Problemidentifizierung, zwei Themen, die für jedes Produktdesign entscheidend sind. Insgesamt hatten wir eine tolle Zeit und können das UXDX-Konferenzformat jedem, der im Produktmanagement tätig ist, wärmstens empfehlen. Darüber hinaus fand die Konferenz in Dublin statt, einem spaßigen Ort, an dem man sich gerne aufhält.

  Markus Berroth

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